Die vier Grundmotivationen
Vier Grundbedingungen erfüllter Existenz. Jede stellt eine eigene Grundfrage, hat eigene Voraussetzungen, eine eigene personale Aktivität – und eigene Coping-Reaktionen, wenn sie in Not gerät. Längle hat sie 1992 in die EA eingeführt; sie sind heute das Herz der existenzanalytischen Motivationslehre.
Der GM-Tisch · die vier Grundmotivationen im direkten Vergleich
Einsteigen
Sein-Können
„Kann ich sein in dieser Welt?“ – mit Schutz, Raum und Halt. Bei Bedrohung: Flucht, Aktivismus, Aggression, Totstellreflex. Existentielles Ja: Ja zur Welt.
2. GrundmotivationMögen-Leben
„Mag ich leben?“ – mit Nähe, Zeit, Beziehung. Berührtsein als Aktivität. Bei Verlust: Trauer, depressive Dynamik. Existentielles Ja: Ja zum Leben.
3. GrundmotivationEigen-Sein-Dürfen
„Darf ich so sein?“ – mit Beachtung, Wertschätzung, Gerechtigkeit. Authentizität als Aktivität. Existentielles Ja: Ja zum Selbst.
4. GrundmotivationSinn-Wollen
„Wofür ist es gut?“ – mit Handlungsfeld, Zukunft, Zusammenhang. Hingabe als Aktivität. Existentielles Ja: Ja zum Sinn.
Quer durch die vier GMs
1549109974_…_11_1_GM-Tisch_02-1.pdf· der GM-Tisch (Vorlage)1549110759_EA-Lexikon-12-2016-10-1.pdf· Stichwort: Grundmotivationen- Längle A. (1999): Was bewegt den Menschen? Die existentielle Motivation der Person. Existenzanalyse 16,3, 18–29
- Längle A. (2002): Die Grundmotivationen menschlicher Existenz als Wirkstruktur existenzanalytischer Psychotherapie. Fundamenta Psychiatrica 16,1, 1–8