Existentielle Themen I
Wo die Grundmotivationen das Was und die Methoden das Wie bilden, geht es in den existentiellen Themen um das Worin: jene anthropologischen Tiefenphänomene, die durch alle GMs hindurchziehen — Wille, Wert, Gefühl, Spüren, Berührtsein. Sie sind die Substanz, an der Existenzanalyse arbeitet.
Existentielle Themen I — Gefühl, Wert, Wille
Wille & Freiheit
Drei Aspekte der Freiheit (äußere, innere, intime), vier Formen des Lassens, der Wille als Integration der vier GMs.
WertWertberührung
Werte werden über das Gefühl entdeckt — Wertberührung als körpernahe Wahrnehmung, der Grundwert als Tiefenkonstante.
EmotionEmotion · Emotionstheorie
Gefühle als Wahrnehmungen des Lebensrelevanten. Vier-Schritte-Genese, Affekt vs. Emotion, Existenzanalyse als Arbeit an der Zustimmung.
SinnesartFühlen und Spüren
Zwei Hauptformen des Gefühls: Fühlen (Nahsinn, Bezug zum Leben) — Spüren (Fernsinn, Bezug zum eigenen Wesen).
BasisarbeitBergen des Berührtseins
Die Basisarbeit der PEA-1: drei Elemente des Eindrucks (Gefühl, Impuls, phänomenaler Gehalt) phänomenologisch heben.
Existentielle Themen II — Person, Beziehung, Lebenslauf
Gewissen & Ethik
Stimmigkeit als Schwebung zwischen eigenem und wahrgenommenem Wesen. Zwei Bewegungen: zum Anderen (Ethik) und auf sich zurück (Moral).
SchutzScham
Wächterin der Intimität zwischen intimem und öffentlichem Pol. Drei Funktionen: Schutz · Hinweis · Reinigung. Falsche Scham und Coping bei Verletzung.
SelbstAuthentizität
Vier Quellen der Identität (Körper, Gefühl, Person-Sein, Handeln). Drei Reaktionen auf Identitätsverlust: Explosion · Verhärtung · Pendeln.
ErosLiebe & Sexualität
Vier-Ebenen-Schema: Geschlechtlichkeit · Erotik · Sexualität · Liebe. Frankl: Sexualtrieb erzeugt Lust, Erotik Freude, Liebe Glück.
WerdenEntwicklungspsychologie
Stern × Längle: die fünf Selbst-Stufen mit den vier GMs synchronisiert (Krivtsova 2014). Lebensabschnitte in 15-Jahres-Zyklen.
ReifungAlter
Vier existentielle Aufgaben mit ihrer Pathologie: Unverfügbarkeit/Angst · Vergänglichkeit/Depression · Begrenztheit/Hysterie · Sinnfrage. Aktives Lassen als Reife.
ResilienzHoffnung
Kein Gefühl, kein Optimismus — sondern Treue zum Wert. Drei Akte: Treue · Sein-Lassen · Verbundenheit/Transzendenz. Empirisch resilienzfördernd.
Der rote Faden
Themen I arbeitet sich von den Grundlagen des Erlebens herauf: Wertberührung beschreibt, wie etwas überhaupt zum Wert wird — über das Gefühl. Emotion entwickelt die Theorie dazu. Fühlen und Spüren differenziert zwei Hauptformen. Bergen des Berührtseins zeigt die therapeutische Praxis. Wille & Freiheit baut auf all dem auf: Wollen heißt Ja zu einem gefühlten Wert.
Themen II erweitert um die Person-, Beziehungs- und Lebenslauf-Dimension: Gewissen als personale Stimmigkeit, Scham als Wächterin der Intimität, Authentizität als doppelte Wende. Liebe & Sexualität ordnet die vier Schichten geschlechtlichen Lebens. Entwicklungspsychologie verknüpft Stern und Längle. Alter und Hoffnung schließen den existentiellen Lebensbogen.
Inhaltlich verbinden sich diese Themen mit allen vier GMs (Wertfühlen → 2. GM, Spüren → 3. GM, Wille → 4. GM, Scham/Authentizität → 3. GM, Gewissen/Sinn → 4. GM) und sind die anthropologische Grundlage der PEA-Methodik.
Verbindungen
Wille-und-Freiheit.pdf· Längle 2012Wertberuehrung-…-Werten-und-Gefuehl.pdf· Längle 2016Gefuehl-Emotionstheorie.pdf· Längle 2010Emotion-und-Existenz-in-Therapie.pdf· Längle 2003Fuehlen-und-Spueren.pdf· Längle 20191512855369_Das_Bergen_des_Beruehrtseins_2003.pdf· Längle 2003Ethik-–-Gewissen.pdf· Längle 2008Paneldiskussion-Gewissen-Safranski-Wicki-Längle.pdfSCHAM.pdf,1612266288_3_7_8-SCHAM-1.pdf· Längle Lexikon1512855320_Authent_Thun_Bull__99.pdf· Längle 19984_19-Liebe-Geschlechtlichk-Erotik-Sexualitaet.pdf,1631534940_3_10_Erotik-Geschlechtlichkeit.pdf,Sexualitaet-Statistiken.pdf· Längle & Pfizer-Studie 2001Entwicklungspsychologie-in-EA.pdf· Längle/Krivtsova 2014Alter.pdf· Längle 2015Hoffnung.pdf· Längle