Was ist Existenzanalyse?
Eine phänomenologische, an der Person ansetzende Psychotherapie. Sie hilft Menschen, mit innerer Zustimmung zum eigenen Handeln und Dasein leben zu können.
Die zentrale Idee
Anders als die Psychoanalyse, die nach der Binnendynamik triebhafter Kräfte fragt, und anders als die Verhaltenstherapie, die am beobachtbaren Verhalten ansetzt, fragt die Existenzanalyse: Was lässt einen Menschen sein? Was hindert ihn am Sein? Und wie kann er zu einer inneren Zustimmung zu seinem Leben finden?
Das Ziel ist nicht primär Symptomfreiheit, sondern Existenz – also Leben mit innerer Zustimmung, in dialogischem Austausch mit der Welt. Symptome werden dabei als Indikator gelesen: wo eine Grundmotivation in Not gerät, entstehen Coping-Reaktionen, die sich bei chronischer Belastung zu Pathologien verdichten.
Die vier Bereiche der existenzanalytischen Anthropologie
Verhältnis Existenzanalyse ↔ Logotherapie
Frankl unterschied ursprünglich: Existenzanalyse war seine Anthropologie, Logotherapie seine Behandlungsmethode. Heute fasst Existenzanalyse beides zusammen; Logotherapie gilt als Spezialgebiet der EA für die Sinnthematik (also vor allem die 4. GM). Die GLE-Tradition unter Längle hat die Theorie um Personverständnis, Grundmotivationen, Personale Existenzanalyse (PEA) und Emotionstheorie erweitert.
Wie diese Website aufgebaut ist
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