1992
Die vier Grundmotivationen
Frankls Motivationslehre kannte eine Kraft: den Willen zum Sinn (die spätere 4. GM, methodisch schon 1988 in der SEM gefasst). Längle erkennt, dass dem Sinn drei Grundbedingungen vorausgehen – Sein-Können, Leben-Mögen, Selbstsein-Dürfen. Der Erkenntnismoment: ein Frühlingsmorgen vor dem Kirchröder Turm in Hannover, auf dem Weg zu einem Seminar der ersten Ausbildungsgruppe. 1992 führt er die Grundmotivationen in die Existenzanalyse ein (Grundsatzreferat, 3. 4. 1992, Zug). Ausbau danach: GM-Tisch-Schema (1997), „Was bewegt den Menschen?“ (1999), Hauptpublikation „Die Grundmotivationen menschlicher Existenz als Wirkstruktur existenzanalytischer Psychotherapie“ (2002).
„… und nannte sie von da an ‚Grundmotivationen‘ – weil alle anderen Motivationen von ihnen getragen werden und auf ihnen aufruhen.“Längle, Existenzanalyse 19/2+3 (2001)
Quelle: EA-Lexikon (GM: „von A. Längle 1992 eingeführt“) · Methoden-Übersicht (Kirchröder-Turm-Anekdote)